Überlegungen zum parental alienation syndrome
Asunción Tejedor Huerta
Hintergrund dieses Vortrags ist der alarmierende Anstieg von "entfremdeten Müttern und Vätern", die Hilfe suchen, weil sie keine Lösung für ihr Problem finden und sich durch den entfremdenden Elternteil und die Justiz doppelt ausgegrenzt fühlen.
Ihre Verzweiflung und ihr Besorgnis erregender Zustand haben mich dazu veranlasst, den Kontakt zu verschiedenen renommierten Psychologen wie Richard Gardner (USA) und Tony Hobbs (England) zu suchen, mit denen ich eine sehr erfolgreiche professionelle Zusammenarbeit begonnen habe, und die mir viele Kenntnisse über dieses Syndrom vermittelt haben. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit war es unser Ziel, eine Studie zum Parental Alienation Syndrome (PAS) in Gang zu bringen, um als Professionelle ernst genommen zu werden, wenn wir ein Gutachten zu diesem Thema erstatten. Leider verstarb Richard Gardner am 26. Mai vergangenen Jahres, aber ich hoffe, dass seine Lehren und sein Kampf um die Anerkennung des PAS zu etwas nutze waren. Eines der größten Interessen lag in der Frage, ob die spanischen Sachverständigen in ihren Gutachten die drei Worte "Parental Alienation Syndrome" verwenden, und ob dies anerkannt und somit auch Eingang in die Urteile finden würde.
In der Literatur zum Thema beginnen Berichte aus anderen Ländern über die Anerkennung dieses Syndroms zu erscheinen, obgleich es im DSM-IV nicht als solches anerkannt wird. Ich glaube, dass noch ein langer Weg bevor steht, bis es vollständig anerkannt wird.
Meiner Ansicht nach ist es wichtig, das PAS weiter zu erforschen, Daten zusammen zu tragen über Ursachen des Syndroms und seine Auswirkungen auf Minderjährige, nach Lösungen zu suchen und dafür Sorge zu tragen, dass Anwälten und Juristen die Bedeutung dieses Syndroms bewusst wird.